AiR – Artist in Residence

AiR – Artist in Residence

Bereits drei Mal waren Künstler mehrere Wochen zu Gast auf Gut Hohen Luckow. Hier finden sie die nötige Ruhe und Inspiration zum Arbeiten, können sich mit dem Ort, dem landwirtschaftlichen Gut und der Umgebung auseinandersetzen und etwas schaffen, was nirgendwo anders entsteht: Luft, Licht, Weite und der abwechslungsreiche Himmel der Mecklenburgischen Endmoränenlandschaft spielen eine entscheidende Rolle. Altgewohntes und Neues treffen aufeinander. Barock verbindet sich mit Gegenwart, Kunst und Kultur mit Natur und Landwirtschaft.
Nach der Französin Corinne Laroche sowie Wolfgang Buntrock und Frank Nordiek (Atelier Landart in Hannover) nutzte 2021 der in Berlin lebende Maler und Zeichner Bodo Rott den Aufenthalt für sein Schaffen.

Ausstellungen

Ganz unterschiedliche Ausstellungen machen Gut Hohen Luckow zu einem Kunstort. Dabei wechseln sich Malerei, Zeichnung, plastische beziehungsweise skulpturale Arbeiten, Landart und Glaskunst ab. In der Regel bleibt mindestens ein Kunstwerk aus der Exposition dauerhaft in der Sammlung.

2021–2022 · Bodo Rott:
Knittriger Horizont oder Der Fuchs im Maisfeld
Auf drei Etagen des Herrenhauses traten Rotts unkonventionelle Gemälde und Installationen in einen Dialog mit dem Interieur. Anregungen dafür bildeten alltägliche Begebenheiten im Herrenhaus oder auf dem Hof und literarische Szenen in Johann Wolfgang Goethes ›Reineke Fuchs‹. Die Illustrationen, die während des AiR-Aufenthalt entstanden, wurden separat in der Mecklenburger Diele, der Halle für Wechselausstellungen, präsentiert.

2019 · Atelier Landart (Frank Nordiek & Wolfgang Buntrock):
Keimlinge

Aus Naturmaterialien schaffen Nordiek und Buntrock Kunstwerke. Hier entstanden aus filigran verschlungenen Totholzästen der umliegenden Wälder drei überdimensionierte Keimlinge, die den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen thematisieren und in den nächsten Jahren als Wegmarke im Park zu sehen sind, ehe sie langsam verrotten und Humus bilden für neues Wachstum.

2018–19 · Corinne Laroche:
Point(s) des Hasard. (Keine) Punkte des Zufalls
In der Hochsommerzeit schloss die südfranzösische, in Paris lebende Künstlerin Bekanntschaft mit der weiten, stillen Landschaft und mit dem lang anhaltenden Licht des Nordens. Beides hat in ihr künstlerisches System Einlass gefunden, das den Akt des Zeichnens auf ein Minimum reduziert. Indem sie beispielsweise Filzstifte auf Zeichenpapier setzt, bildet das Papier den zeichnerische Vorgang fast ohne gestisches Tun ab – ein meditative Praxis des Leerens und Füllens. In den zehn in der Sammlung verbliebenen Zeichnungen lässt sich studieren, ob dabei Punkte des Zufalls entstanden sind oder nicht: Der französische Titel ›Points de Hasard‹ kann beides bedeuten.

2015 · Hauser, Göhringer, Kernbach, Knubben, Röthel:
Perspektiven aus Stahl, Stein und Holz

Der Einladung in den verwunschenen, inspirierenden Gutspark folgten die vier Bildhauer Jürgen Knubben, Thomas Röthel, Nikolaus Kernbach und Armin Göhringer mit je fünf für sie typischen Arbeiten, die sie eigens für diesen Ort arrangierten. Ergänzt wurden sie durch Werke Erich Hausers. Je eine Arbeit blieb in Hohen Luckow.

2013 · Thomas Röthel:
Stahlskulpturen
26 monumentale Arbeiten mit der charakteristischen rostroten Patina sowie den kraftvollen Drehungen und Biegungen waren in der großen Open-Air-Ausstellung im weitläufigen Landschaftspark platziert, zwei weitere standen als Pendent vor der Rostocker Kunsthalle. Drei Skulpturen laden noch heute zum Sitzen, Liegen und Bestaunen ein!

1999 · Ursula Haupenthal:
Bespielbare Skulpturen
Skulpturale Objekte verbanden im Rittersaal Musik, Funktion und Ästhetik, östliches und westliches Gedankengut. Durch das Streichen mit dem Bogen über die Kanten der Metallbleche entstanden Schwingungen, sphärische Klänge und Klangmodulationen. Die Arbeit Dreiklang wurde für die Sammlung im Herrenhaus angekauft.

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Kirchenfenster

Der Auftrag für die Neugestaltung der Kirchenfenster erging 1995 an die Glaskünstlerin Angelika Weingardt. Sie entwarf die sogenannte Blaue Zeichnung (Abb. s. u.), die sich wie eine Engelsspur um die Kirche legt und an den Fensteröffnungen sichtbar wird. Bis 2014 wurden nach und nach einzelne Fenster realisiert und zu bestimmten Anlässen, wie Erntedank, Ostern, Hochzeit oder dem Kirchen-Jubiläum eingesetzt. Die Fenster bestehen aus heute äußerst seltenem, mundgeblasenem Überfangglas, das nur noch in einer Werkstatt in Deutschland (in Waldsassen) hergestellt wird. Zunächst hatte es eine durchgehende Farbschicht, die mit Flusssäure an allen Freiflächen entfernt wurde und schließlich die linearen, blauen Gebilde stehen ließ.

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