Historie des Gutes

Bereits Anfang des 14. Jahrhunderts beginnt die verbürgte Geschichte des Gutes Hohen Luckow, als Heinrich von Bassewitz die Kirche bauen ließ. Erst 500 Jahre später, im Jahre 1810, verließen seine Nachfahren Hohen Luckow. Von 1840 an bewohnt die Familie von Brocken das Gut. Ihr berühmtester Vertreter war Freiherr von Langen, der 1928 olympisches Gold im Dressurreiten gewann. Diese Ära ging mit dem Zweiten Weltkrieg zu Ende. 1945 wurde das Gut volkseigen und das Herrenhaus diente als Verwaltungsgebäude.

Seit 1994 ist das Gut Hohen Luckow wieder in privatem Besitz. Es ist das Bestreben unserer Familie, den ursprünglichen Charakter zu erhalten. Die historischen Gebäude beherbergen unter anderem Wohnräume, Stallungen, Werkstätten sowie die Gutsküche und sie sind um einen modernen Betrieb erweitert. Traditionell wird Landwirtschaft mit Ackerbau und Milchviehzucht betrieben, heute mit zukunftsweisender Technik, zeitgemäßen Methoden und nachhaltigen Energiequellen.

Die Anlage mit ihren sieben denkmalgeschützten Gutsgebäuden, der Patronatskirche und dem Park laden zu unterschiedlichen Erkundungen ein.

Hofplan

Das Gut 2

Die Patronats- und Dorfkirche in Hohen Luckow

Die kleine Backsteinkirche schmiegt sich mit ihrem Friedhof direkt an die Einfassungsmauer des Gutes. Sie kann auf eine über 700-jährige Geschichte zurückblicken, angefangen mit einem ersten, vermutlich aus Holz oder Fachwerk bestehenden Sakralbau zu Beginn der Besiedlung um 1244. Urkundlich nachweisbar ist der 1308 errichtete Neubau, der in der Spätgotik durch einen Chor mit dreiseitiger Apsis erweitert wurde. Nachdem Christoph von Bassewitz 1707 das barocke Herrenhaus errichten ließ, stiftete seine Familie den hohen Kanzelaltar, ein Werk des fränkischen Barocks sowie den schwebenden Taufengel. Für die Orgel von Paul Schmidt aus Rostock wurde im Jahr 1772 die Westempore eingefügt.

Mit großem Engagement der heutigen Patronatsfamilie, der Gemeindemitglieder und anderer Förderer wurde die Innenausstattung nach 1989 schrittweise restauriert, zuletzt das repräsentative Epitaphgemälde des Helmuth Otto von Bassewitz. 1995 bis 2014 schuf die Glaskünstlerin Angelika Weingardt sieben moderne Fenster, die Höhepunkte des Lebens und des Kirchenjahres thematisieren und ein lichtes Band um den alten Baukörper legen.

Weitere Informationen zu Kirche und Fenstergestaltung finden Sie unter Downloads.