Geschichte des Gutes

Mittelpunkt des weitläufigen Gutes ist das ockerfarbige Herrenhaus. Hier ist Geschichte bei Konzerten, als Brautpaar oder als Übernachtungsgast erlebbar.

Anfang des 14. Jahrhunderts beginnt die verbürgte Geschichte des Gutes Hohen Luckow, als Heinrich von Bassewitz die Kirche bauen ließ. Erst 500 Jahre später, im Jahre 1810, verließen seine Nachfahren Hohen Luckow. Von 1840 an bewohnt die Familie von Brocken das Gut. Ihr berühmtester Vertreter war Freiherr von Langen, der 1928 olympisches Gold im Dressurreiten gewann. Diese Ära ging mit dem Zweiten Weltkrieg zu Ende.

1945 änderten sich die Besitzverhältnisse und Hohen Luckow wurde zum volkseigenen Gut. Das Herrenhaus diente fortan als Verwaltungsgebäude.

Seit 1994 ist das Gut Hohen Luckow wieder in privatem Besitz. Es ist das Bestreben unserer Familie, den ursprünglichen Charakter zu erhalten. Auch heute wird Landwirtschaft mit Ackerbau und Milchviehzucht betrieben. Die historischen Gebäude dienen als Stallungen und Werkstätten. Das 1707 errichtete, denkmalgeschützte Herrenhaus ist als Wohn- und Gästehaus sorgfältig restauriert worden. Die zwei achteckigen Seitentürme, typische Ergänzungen aus dem 19. Jahrhundert, geben dem spätbarocken Bau sein heutiges Gesicht.

Rittersaal & Stuck

Durch das Hauptportal des Herrenhauses gelangt man über das lichte Vestibül in den wichtigsten Raum, den prächtigen Rittersaal, der für Konzerte, festliche Essen und standesamtliche Trauungen genutzt wird. 300 Jahre nach der Erbauung des Herrenhauses trafen sich dort im Juni 2007 die Staats- und Regierungschefs der G8-Länder zu einem informellen Abendessen.

Als erstes fällt der, in seiner ursprünglichen Pracht erhaltene, sorgfältig restaurierte Stuck auf. Er wird oft als »ziemlich wild« bezeichnet und beeindruckt besonders durch die vollplastisch herausgearbeiteten Putti, sowie unzählige feinteilige Elemente, die sich von den Decken in den Raum herabzusenken scheinen. Der italienische Stuckateur Clerici, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit seiner Bautruppe in Mecklenburg unterwegs war, hat sich an Entwürfen des berühmten Tessiners Carlo Maria Pozzi orientiert. Der Stuck in den Salons von Hohen Luckow ist wahrscheinlich das einzig bekannte Beispiel für diese künstlerische Beziehung und hat sie daher über die Region hinaus bekannt gemacht.

Die filigrane Wandvertäfelung des Saales zeigt Wappen aus der Familie des Erbauers. Die Wände werden von bronzierten Stuckmedaillons mit emblematischen Darstellungen geschmückt. Deren Entschlüsselung war ein beliebtes Gesellschaftsspiel der Barockzeit. Besonderer Blickfang ist der Kamin mit seinem vergoldeten Überbau. Ebenso sehenswert ist der Ulmer Salon in dem die einzigartige Sammlung von Fayence- und Zinngefäßen zum Verweilen einlädt.

Führungen

Bei Interesse werden Führungen durch das Herrenhaus, die Terrinensammlung, die barock ausgestattete Kirche oder den Park angeboten. Diese können an Werktagen durch ein Essen oder Kaffee und Kuchen aus der Gutsküche ergänzt werden. Preise und weitere Informationen können sie sich auf der Seite Downloads herunterladen.

Vermietung

Für verschiedene Anlässe ist es möglich, unsere Räumlichkeiten zu mieten. Wenn Sie daran Interesse haben, besuchen Sie bitte die Seite Vermietung.